Kurz vor Übergabe eines familiengeführten Handwerksbetriebs vom Vater auf den ältesten Sohn kam es zu massiven Spannungen innerhalb der Familie, die sich schließlich auch auf die Mitarbeiter übertrugen.

Der älteste Sohn und baldige Chef wollte den traditionellen Betrieb modernisieren und daraus einen Systemanbieter für „modernes Wohnen“ machen; der Vater fühlte sich in seiner Unternehmerehre gekränkt. Aber auch zwischen den Söhnen kam es zum heftigen Streit um den Nachlass des Vaters, denn der jüngere Sohn wollte ebenfalls Mitspracherecht in der Firma, um das Lebenswerk seines Vaters in dessen Sinne weiterzuführen. Zudem wurden die Mitarbeiter vollkommen im Unklaren darüber gelassen, wie die Zukunft des Unternehmens aussehen sollte. Entsprechend verunsichert war die Belegschaft.

Meine Aufgabe war es nun, zum einen die Konflikte innerhalb der Familie zu lösen und auf die Wünsche, Erwartungen und Befürchtungen der einzelnen Familienmitglieder einzugehen, und zum anderen die Übergabe- und zukünftige Unternehmensstrategie zu klären: Wie wird die Übergabe des Betriebes geregelt? Wie ist der zeitliche Ablauf? Wer übernimmt welche Aufgaben? In welche Richtung entwickelt sich das Unternehmen in Zukunft? Wie können sich die Mitarbeiter dabei besser einbringen? Und wie schnell soll das Familien- unternehmen wachsen?