Wirtschaftsmediation in Unternehmen

Mit dem Thema Wirtschaftsmediation verbinden viele Unternehmen die außergerichtliche Auseinandersetzung mit gekündigten Mitarbeitern. Anstelle eines Gerichtsverfahrens klären in diesen Fällen die beteiligten Parteien die Rahmenbedingungen einer Trennung in einer Mediation. Das spart Geld, Zeit und Nerven. Und es verhindert Image- und Gesichtsverlust – für alle Beteiligten. Aber Mediation kann mehr. Sie kann Unternehmen retten, Teams zusammen führen und kollegiale Verbindungen kitten.

Wirtschaftsmediation als besondere Methode der Konfliktbearbeitung in Arbeitswelt und Wirtschaft ist ein ausgesproche wirksames Mittel, Auseinandersetzungen und Missverständnisse in Unternehmen ressourcenschonend zu klären. Konflikte, Streit und Differenzen sind für Unternehmen häufig folgenschwer. Im schlimmsten Fall wirken Sie auf Leistung, Erfolg und Liquidität bis hin zur Zahlungsunfähigkeit.

Beispiele aus meiner Praxis

Die unten aufgeführten Beispiele sind Situationen aus meinem Berateralltag. In den beschriebenen Fällen unterstützen mediative Verfahren bei der Konfliktbearbeitung.

Rosenkrieg eines Unternehmerehepaares

Der Rosenkrieg eines Unternehmerehepaares brachte das Unternehmen in Insolvenzgefahr. Beide Ehepartner arbeiteten aktiv im Unternehmen mit: Sie war verantwortlich für Vertrieb und Einkauf, er leitete die Produktion. Jede Eskalationsstufe der Ehepartner hatte direkte Folgen auf den Gesamtbetrieb. Informationen flossen nicht mehr zielführend zwischen den Arbeitsbereichen, die Mitarbeiter waren hoch verunsichert und litten unter den Versuchen der Ehepartner, die Abteilungen untereinander auszuspielen.

Nachfolge im Familienunternehmen

Die geplante Übergabe von den Eltern auf den ältesten Sohn war gefährdet, weil ein alter Konflikt zwischen Vater und Sohn in der Vergangenheit nicht geklärt wurde. Die Mutter und der jüngerer Sohn hatten sich in erfolglosen Klärungs- und Einigungsversuchen aufgerieben. Der auch im Unternehmen offen ausgetragene Streit verunsicherte die Mitarbeiter und gute Leute drohten zu kündigen.

Streit in der Hotelküche

In einem Vier-Sterne Hotels kam es immer wieder zu offenen Konflikten zwischen Küchenpersonal und Servicemitarbeitern. Heiße Teller, an denen sich die Servicemitarbeiter die Finger verbrannten, kaltes oder minderwertiges Mitarbeiteressen und lautstarke gegenseitige Beschimpfungen machten die Situation besonders für junges Personal unerträglich. Der Krankenstand stieg auf 66 Prozent, Stationen blieben unbesetzt, die Qualität der Speisen sank und es kam vermehrt zu Gästebeschwerden.

Konflikte im Team

Die leitende Lageristin litt unter dem permanenten Streit ihrer beiden Kollegen. Sie versuchte durch Mitarbeitergespräche die Probleme zu regeln. Die widersprüchlichen Aussagen und gegenseitige Schuldzuweisungen verunsicherten die Vorgesetzte mehr als das sie die Situation klärten. Die Auseinandersetzung eskalierte, als der ältere von beiden Mitarbeitern den Jüngeren der Lüge und der Dokumentenfälschung bezichtigte.

Was genau ist Wirtschaftsmediation?

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, also eine nach klaren und transparenten Regeln ablaufende Methode zur Konfliktbearbeitung. Der Job des Mediators besteht im Kern darin, dafür zu sorgen, dass diese Methode professionell, zielführend und Regelkonform umgesetzt wird. Gemeinsame, in einem fairen Interessensausgleich entwickelte Problemlösungen werden Mediationsvereinbarung in Form von Spiel- und Verhaltensregeln festgeschrieben. Die Mediationsvereinbarung regelt den künftigen Umgang miteinander und ist für alle Seiten bindend.

Mehr über Wirtschaftsmediation erfahren Sie auf meiner Website: wirtschaftsmediation in unternehmen

anne alsfasser zertifizierte wirtschaftsmediation
Anne Alsfasser. Diplom-Ökonomin, Wirtschaftsmediatiorin und Unternehmensberaterin

Über die Autorin: Anne Alsfasser, Diplom-Ökonomin, Wirtschaftsmediatorin und Systemdesignerin aus Korbach arbeitet seit 2009 als selbstständige Unternehmensberaterin, Trainierin und Coach.