Kühler Kopf an heißen Tagen | 9 Tipps gegen Stress

Wie schafft man es in heißen Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren? Wenn das Arbeitspensum im Büro eigentlich in der anstehenden Zeit nicht zu schaffen ist, privat auch noch einige „Termine“ hinzukommen und überhaupt alles mal wieder viel zu viel ist? Die Aufgaben stapeln sich, das Emailpostfach quillt über und während Sie über der einen Sache brüten, sind Sie gedanklich schon bei der nächsten und übernächsten Aufgabe. Sie geraten unter Stress.

Immer mehr Menschen stehen an der Arbeit permanent unter Strom. Dann reicht schon eine Umleitung auf dem Weg zur Arbeit oder ein Kollege, der sich gerne ausgiebig privat unterhalten möchte aus, um den Kessel überkochen zu lassen. Kennen Sie diese Momente nur zu gut? Dann greifen Sie doch einmal in unseren Erste-Hilfe-Koffer.

First Aid gegen Stress im Job

Atempausen machen

Atmen hilft. Und zwar nicht nur, um zu überleben Gerade in stressigen Phasen neigen viele dazu, nur noch sehr flach zu atmen. Dadurch wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und Stress entsteht. Achte auf deine Atmung und nimm dir gezielt eine Auszeit von ein paar Minuten. Gerade in den Momenten, in denen man denkt, man müsse gleich an die Decke gehen. Raus aus der Situation, raus aus dem Zimmer, ab ans Fenster oder kurz vor die Tür und tief und gleichmäßig durchatmen. Das entspannt, gibt neue Energie und nach einer kurzen Pause, geht man wieder mit etwas Abstand an die Situation heran. Wenn Sie ein Yoga-Fan sind oder werden wollen, bietet sich die sogenannte Wechselatmung an, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Ernährung

Achten Sie einmal darauf, wie sich eine leichte Umstellung Ihrer Ernährungsgewohnheiten auswirkt. Manche Menschen reagieren sehr sensibel auf Koffein und Zucker, wenn Sie sowieso schon sehr gefordert sind und unter Strom stehen.
Wenn Sie können, greifen Sie besser zu einer Tasse Tee und tun Sie mit einer Banane und ein paar Nüssen etwas richtig Gutes für Ihr Nervensystem.
Und vor allem: Wenn Sie essen – nehmen Sie sich die Zeit. Je besser Sie Ihr Essen kauen und genießen, desto leichter wird Ihnen die Verdauung fallen, weil Ihr Magen-Darm-Trakt sich nicht mit riesigen, heruntergeschlungenen Bissen herumplagen muss. Bedenken Sie: die Energie, die in Ihrem Bauch benötigt wird, kann nicht in Ihrem Kopf sein. Das ist auch der Grund, warum so viele Menschen nach der Mittagspause in der Kantine ins sogenannte „Suppenkoma“ verfallen.

Den Fokus verändern

Stellen Sie sich vor, Sie sehen sich von oben aus der Vogelperspektive und schauen sich die Situation an. Was würden Sie über sich in dieser Situation denken? Mit etwas Abstand fällt es Ihnen vielleicht wie Schuppen von den Augen was hier gerade verkehrt läuft und was Sie tun können, um gut aus der Situation herauszukommen. Stellen Sie sich auch einmal vor, ein guter Freund wäre in der Situation, in der Sie sich gerade befinden. Was würden Sie ihm raten?

Was machen Ihre Gedanken?

Überlegen Sie bitte einmal, wie Sie mit sich selbst sprechen, wenn Sie in eine stressige Situation geraten. Was tun Sie innerlich, um überhaupt gestresst zu sein? Negativer Stress (Distress) entsteht nur aufgrund einer negativen Bewertung einer Situation. Es ist wie mit der Entstehung von Problemen. Ein Problem entsteht, wenn Sie den Ist-Zustand maximal abwerten und den Soll-Zustand maximal aufwerten. Also, achten Sie bitte auf Ihre Gedanken und überlegen Sie, wie in diesem Moment die positivere Alternative lauten könnte. Sie können sich so viel Energie rauben, in dem Sie sich mit negativen Gedanken auch noch zusätzlich herunterziehen. Die Entscheidung liegt bei Ihnen! Und es ist doch beruhigend zu wissen, dass Sie selbst das Steuer in der Hand halten, oder?

Priorisieren Sie Ihre Aufgaben

Was helfen kann ist eine Matrix, anhand derer man sich verdeutlicht, welche Aufgaben anstehen und welche davon in welcher Priorität zu erledigen sind. Geordnet nach wichtig und dringend, wichtig und nicht dringend, nicht so wichtig aber eilig und nicht so wichtig und nicht eilig. Das schafft Klarheit, erleichtert die Planung und führt im Idealfall zu mehr Freizeit.

Ausreichend Schlaf

Achten Sie darauf, dass Sie nachts mindestens sechs Stunden zusammenhängend schlafen können.
Die optimale Schlafdauer liegt laut wissenschaftlicher Studien bei ca. 7,5 Stunden. Aber jeder Mensch ist individuell. Schauen Sie, ob und wie es sich bei Ihnen auswirkt, wenn Sie Ihre Schlafenszeiten ein wenig verschieben, ausdehnen oder verkürzen.

Stressabbau durch Bewegung

Stehen Sie auf, laufen Sie herum. Wenn Sie können, machen Sie eine kurze Pause und gehen Sie eine Runde um den Block.
Besonders in heißen Phasen, in denen Sie glauben, überhaupt keine Zeit zu haben. Gerade dann, müssen Sie gezielt darauf achten, in Balance zu bleiben und den tagsüber aufgestauten Stresspegel abzubauen. Sport jeglicher Art, ein kreatives Hobby, ein Spaziergang mit dem Hund oder was auch immer. Tun Sie etwas, damit Sie den Kopf wieder frei bekommen und Ihre Muskeln bewegen.

Probieren Sie es mal mit Zustandsmanagement (ein Begriff aus dem Neurolinguistischen Programmieren)

Was hilft Ihnen persönlich, sich zu entspannen und zwischendurch inne zu halten? Haben Sie einmal probiert, in stressigen Phasen zwischendurch Ihr Lieblingslied zu hören? Wenn das im Büro nicht geht, dann denken Sie zumindest daran. Schließen Sie kurz die Augen und summen es sich innerlich vor. Das gleiche gilt für Erinnerungen an schöne Erlebnisse. Sie können sich mit etwas Übung unmittelbar in den Gefühlszustand versetzen, den Sie damals bei der Gelegenheit empfunden haben!

Düfte wirken ebenfalls sehr gut, um in einen besseren Zustand zu kommen. Empfehlenswert sind hier Düfte wie Lavendel, aber auch Orangen/Mandarinenduft. Der macht dazu noch gute Laune und erinnert an Sommer und Sonne.
Suchen Sie sich 4 -5 Dinge, die Sie glücklich machen und Ihnen augenblicklich ein gutes Gefühl vermitteln. Schreiben Sie sich eine Liste und haben Sie diese parat, damit Sie im „Ernstfall“ darauf zugreifen können.

Nehmen Sie eine andere Körperhaltung an. Wie steht/ sitzt jemand, der sich nicht wohl fühlt? Tun Sie im Moment dasselbe? Dann versuchen Sie das Gegenteil. Stellen Sie sich aufrecht hin, strecken Sie die Hände in die Luft. Allein das bewirkt schon so viel.

Was auch noch hilft. Lächeln! Auch, wenn es gerade nichts zu lachen gibt. Wenn man ein breites Grinsen auflegt, wird durch die Muskulatur in den Wangen ein Punkt aktiviert, der dem Gehirn die Botschaft schickt: „Irgendetwas muss lustig sein.“ Die Reaktion darauf ist, dass Glückshormone ausgeschüttet werden und es geht automatisch besser. Das Ganze muss man allerdings mindestens 60 Sekunden durchziehen. Auch wenn man sich dabei blöd vorkommt …Probieren Sie es bitte einmal aus. Und stellen Sie sich dabei am besten noch vor einen Spiegel. Irgendwann kann man nicht mehr anders, als tatsächlich zu lachen.

Sorgen Sie gut für sich

Das ist für viele vermutlich nichts Neues, wird aber oft überhört. Gönnen Sie sich gezielt Pausen, die Sie vielleicht sogar in Ihren Terminkalender eintragen sollten. Entspannen und Ausruhen gehört zur Arbeit dazu. Genauso wie die aktiven Phasen brauchen Sie auch die passiven, damit Ihr Arbeitsgehirn sich erholen und Ihr Akku wieder aufladen kann. Erfolg entsteht durch Ergebnisse UND Erlebnisse!
Gehen Sie raus in die Natur, treffen Sie Ihre Freunde. Schaffen Sie sich kleine und große Oasen im Alltag!
Und das hat nichts mit Faulheit oder wie ich es aus den Reihen einer namhaften Unternehmensberatung gehört habe „Minderleistung“ (ein gruseliges Wort) zu tun. Im Gegenteil! Wenn Sie gut auf sich achten, bleiben Sie gesund und arbeitsfähig, bringen langfristig sogar höhere Leistungen, treffen bessere Entscheidungen und sind vor allem ein Vorbild für Ihre Mitarbeiter!

Wir hoffen, dass für Sie ein paar Tipps dabei waren, um die Zeit bis zur nächsten Oase entspannter zu gestalten. Lassen Sie es sich gut gehen!

Ihr Trainerteam von Fit in Führung