Keine Angst, Hase

Keine Angst, Hase! Dein Problem ist kein bedauerlicher Einzelfall. Das Umsetzen von Veränderungen fällt vielen von uns schwer.

Immer wieder können wir  feststellen, dass Menschen nur dann etwas ändern, wenn sie entweder nicht mehr anders können oder voll und ganz hinter dem geplanten Veränderungsprozess stehen.

Warum wir uns mit Veränderungen schwer tun

Warum Veränderung so schwer ist: Routinen geben uns Halt und Orientierung, deswegen fallen wir gerne in alte Muster zurück. Zwischen 40 und 50 Prozent unseres täglichen Handels findet innerhalb dieser Muster statt.

Verhalten, Denken und Handeln haben wir durch lange Übung zu schnellen und automatisierten Routinen entwickelt. Wie beispielsweise Radfahren, lesen oder den Weg zum Arbeitsplatz täglich wiedererkennen. Anders sieht die Sache aus, wenn wir mit neuen Fragestellungen konfrontiert werden, auf die unser Gehirn keine schnelle Antwort parat hält. Bei Fragestellungen etwa, die unsere ganze Aufmerksamkeit erfordern, weil sie neu, überraschend oder komplex sind.

Keine Angst, Hase. Ansichts-Sachen von © Anne Alsfasser © Bild Sabine Fladung-Wagener

Extrinsische versus intrinsische Motivation

Kommt die Veränderung von außen (extrinsisch), überprüfen wir sie erst einmal auf ihre Bedrohlichkeit.  Erleben wir die Veränderung als eine Bedrohung, stellt sich uns sofort die nächste Frage: Bin ich dieser Bedrohung gewachsen? Wenn ja, wählen wir eine geeignete Strategie aus unserem Handlungsrepertoire, um die Bedrohung abzuwenden oder einzudämmen. Fehlt uns eine angemessene Handlungsstrategie, haben wir ein Problem: Wir wissen nicht mehr weiter und es entsteht sofort ein Gefühl der Angst oder der Panik.

Intrinsische beziehensweise eigenmotivierte Veränderung gelingt uns leichter. Wir erleben sie als sinnvoll, sinnstiftend, heraufordernd oder einfach als Quelle der Freude oder des Interesses.

Innere Antwort auf Bedrohung: Abwehrstrategien

Für alle, die Veränderungen nicht nur Umsetzen sondern auch Durchsetzen wollen, sind verbale Abwehrsignale wichtige Hilfsmittel zu Einschätzung des Veränderungswillens. Und das nicht ausschließlich bei Anderen, sondern achten Sie auch bei sich selbst auf Vermeidungssignale. Achtung bei diesem wording; hier sind Vermeidungsstrategien im Spiel!

 

Anne Alsfasser; keine Angst Hase
Abbildung: nach Jeff Zeig

Veränderungen erfolgreich umsetzen

Für den Umgang mit freiwilligen und unfreiwilligen Veränderungen gelten die sieben Grundsätze gleichermaßen:

  1. Setzen sie sich aktiv mit der Veränderung auseinander
  2. Planen Sie und treffen Sie durchdachte Entscheidungen
  3. Zur planvollen Entscheidungsfindung hat sich die Arbeit mit der „Nutzwertanalyse“ bewährt
  4. Erwarten Sie keine Wunder! Veränderungen brauchen Zeit!
  5. Nicht gleich aufgeben, wenn etwas nicht gelingt
  6. Erwarten Sie niemals, dass andere sich verändern
  7. Veränderung braucht Zeit, Kraft und Disziplin

Wie es gelingen kann, Ängste zu überwinden, erfahren Sie in einem Gastbeitrag von Nadine Kühn, Trainerin und Coach für Persönlichkeitsentwicklung.

Über die Autorin: Anne Alsfasser, Diplom-Ökonomin,  Kommunikationspsychologin, Wirtschaftsmediatorin, Systemdesignerin,  selbstständige Unternehmensberaterin aus Korbach, Nähe Kassel, Nordhessen.

Über die Fotografin: Sabine Fladung-Wagener, Hotelmanagerin, Hobbyfotografin aus Leidenschaft. Wohnt in Waldeck, Nordhessen. Ihre Motive findet Sabine Fladung-Wagener am Edersee sowie im Naturpark Kellerwald-Edersee.

Über das Projekt: Keine Angst, Hase  ist Ansichts-Karte 7 der Bilderserie Ansichts-Sachen rund um die Themen Unternehmen, Organisation, Führung, Kommunikation und Konfliktfestigkeit. © Anne Alsfasser, © Fotos: Sabine Fladung-Wagener.

Layout: Torsten Knoche, Druck: Sprenger Druck, Korbach.